DIE SCHULE, Ausbildung zur Biologisch-technische Assistentin

Bericht von Susanne Butt von der Exkursion auf der Schmidtenhöhe am 3. Juli 2015


Schmidtenhöhe.Ehemaliger Standortübungsplatz, 700 Hektar großes Gebiet durchzogen mit kleinen Waldgebieten. Sengende Hitze. 19 wartende Personen auf dem Parkplatz der Panzerwaschanlage.

Angebraust kommt Herr Strunk in einem Jeep, mit lachender Laune, die direkt ansteckte, stieg er aus und wies uns erst mal an ihm zu folgen. Weiter rein wollte er ins Gebiet, natürlich folgten wir gerne. Ca. 2km weiter parkten wir vor einem großen Tor. „Private Beweidungsfläche“ stand auf dem Schild. Hier sollte also unsere Führung beginnen. Direkt am Eingang begrüßten uns auf der anderen Straßenseite beeindruckende Taurusrinder, alles Stiere, wie Hr. Strunk zu berichten wusste.

Zunächst erfolgte am Eingang eine Begrüßung wie es sich für einen NABU-Vorsitzenden gehört. Wir erfuhren die Geschichte der Entstehung des Gebietes und man merkte sofort die Leidenschaft die Hr. Strunk hier rein steckte.

Unsere Reise durch die „freie Beweidung“ begann hinter dem Tor. Uns allen voran Hr. Strunk, strammen Schrittes lief er voran. Freie Beweidung heißt, dass hinter besagtem Tor eine Rinderherde aus Muttertieren mit Kälbern und einer Pferdeherde aus Stuten mit Fohlen frei umherziehen können, ganz ohne Weidezäune.

Direkt hinter dem Eingang befand sich eine riesige umgefallene Eiche. Hr. Strunk bestand darauf, dass sie liegen gelassen wird. Ein Zuhause für wahrscheinlich Millionen von Käfern und auch einigen Distelfinken war geschaffen. Auch der hier ansässige Schwarzspecht verzierte die Borke des Baumes.

Weiter am extra angefertigten Falkennistplatz vorbei erreichten wir den ersten Tümpel. Extra ausheben lassen hat ihn Hr. Strunk. Nebst den zig anderen Tümpeln hier. Sie bieten Lebensraum für die Gelbbauchunke, vier verschiedene Molcharten und natürlich Insekten vom allgemein bekannten Wasserläufer bis hin zur Blattbauchlibelle

Nachteil der Tümpel ist leider auch die Entstehung des Leberegels, die von den Rindern und Pferden durch das Saufen aufgenommen werden. Bereits zwei schwangere Muttertiere seien letztes Jahr verendet.

 

Weiter ging unsere Wanderung. Feldlerchen, Amseln und Habichte begleiteten uns und kündigten uns an.

Ein großer Offenstall stand plötzlich linke Hand im Wald vor uns. Wir hatten sogar Glück. Die Pferdeherde stand dort zur Rast und Schutz vor der Sonne. Koniks sind es. Eine Kreuzung des Hausponys mit dem Wildpferd. Unverkennbar der dunkle Aalstrich. Schnell vergrößert habe sich die Herde nachdem ein junger Hengst zugesetzt wurde. Quasi als lebender Beweis führte die Herde zwei Fohlen mit sich. Eine junge Stute zeigte sich aufgeschlossen neugierig und begrüßte uns. Natürlich nicht ohne sich kleine Streicheleinheiten abzuholen. Als fotogen stellte sie sich auch heraus.