Frühlingsauftakt auf der Schmidtenhöhe

Wie bestellt strahlte die Sonne zur Frühjahrsführung auf dem ehemaligen Militärgelände Schmidtenhöhe. Etwa 65 Naturinteressierte nutzten diese symbolische Einladung und ließen sich die Entdeckungsreise über die halboffene Weidelandschaft nicht nehmen. Da die bisherigen Temperaturen in diesem Jahr noch nicht konstant die Vegetationstemperatur erreicht haben, mussten die Exkursionsteilnehmer mit Hilfe einiger erfahrener Vegetationskundiger schon genau hinschauen, was sich klein im Gras regt und das Frühjahr ankündigt. „In ein, zwei Wochen“ so versprach Exkursionsleiter Heinz Strunk, Vorsitzender des NABU in Koblenz , „sieht die Landschaft hier ganz anders aus“. Und weitere zwei Wochen später wird die Schmidtenhöhe zur blühenden Landschaft. Dennoch erfuhren die Teilnehmer viel Interessantes über die Entstehung der Weidelandschaft, ihre enorme -vor Allem zoologische- Artenvielfalt und vor Allem über die Funktion der Landschaft als Laichplatz für Gelbbauchunke, Grassfrosch, Erdkröte und weiterhin vielen Reptilienarten. Als Nist- und Durchzugsbereich ist die Schmidtenhöhe auch für eine große Anzahl von Vogelarten attraktiv, auf dem sich u.a. der Rotmilan aber auch der zunehmend wieder auftretende Kolkrabe wohlfühlen.

Als Höhepunkt erfreuten sich die Besucher an den auf der Schmidtenhhöhe seit vielen Jahren heimischen Taurus- Rinder, die eine Begegnung Auge in Auge mit den Besuchern gelassen in Kauf nahmen. Die 45 Tiere große Herde und die Koniks, eine Wildpferdart,  sorgen für die „natürliche Instandhaltung“  des Geländes auf etwa 99 Ha. Weitere 33 Ha werden von etwa 15 Stieren gesondert beweidet.

 

Der NABU stellt die jahreszeitlichen Aspekte, Tier- und Pflanzengruppen das Jahr über in regelmäßigen Führungen vor und lädt kostenlos, gerne gegen eine Spende, ein



Textautorin: Birgit Piehler,

Bildautorin: Birgit Piehler