Heckrinder

Das Heckrind (oft fälschlicherweise als Auerochse bezeichnet)

 

Eine nach den Brüdern Heinz und Lutz Heck benannte Hausrinderrasse, die in den 1920er Jahren den Versuch wagten, aus verschiedenen Hausrinderrassen eine „Abbildungszüchtung des 1627 ausgestorbenen Auerochsen anzustreben.

In Europa gibt es zwischenzeitlich 3.000 Tiere, die alle auf die Zuchtlinie der Brüder Heck zurückgehen. Nach dem Krieg gab es nur noch 39 Exemplare.

Körperbau: Bullen = 140 cm und Kühe = 130 cm Widerristhöhe

Zum Vergleich: Auerochenbullen hatten 160 bis 180 cm und Kühe = 150 cm.

Gewicht der Bullen = 800  bis 900 kg  

Gewicht der Kühe = 500 bis 600 kg.

Beide Geschlechter tragen Hörner, die sehr formvariabel sein können und mit zunehmendem Alter sehr lang werden können. Meist hell bis weiß, an den Spitzen dunkel gefärbt.

Färbung: Stiere sind schwarz mit einem hellbraunen Strich auf dem Rücken (Aalstrich). Die Kühe sind schwarz bis rotbraun mit einem dunkleren rotbraunen Aalstrich.

Beide haben ein weißbehaartes Maul.

Heckrinder bilden ein Winterfell aus, das sie bis -25 °C schützt.

Die Kälber sind bei Geburt rotbraun und färben in den ersten Lebensmonaten um.

Lebensdauer: Ungefähr 25 Jahre. Sehr anpassungsfähig und hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten.

Hauptnahrung: Pflanzen fressende Wiederkäuer, die bei der Futterwahl nicht wählerisch sind und sogar daumendicke Gehölze  fressen.

Fortpflanzung: Kühe werden mit rund 13 Monaten geschlechtsreif. Die Bullen brauchen bis zur Deckreife 18 Monate.

Die Tragzeit beträgt 285 Tage, rund 9 Monate.

Die Tiere leben im Herdenverband und regeln ihre Rangfolgen und Sozialstrukturen selbst, wenn genügend Lebensraum zur Verfügung steht.

Wegen ihrer Robustheit werden Heckrinder in der ganzjährigen Landschaftspflege eingesetzt.