Hinterlassenschaften der Weidetiere

Text- und Bildautor: A. Haberzettl, NABU Koblenz und Umgebung

 

Wissenschaftler der Universitäten Koblenz-Landau und Trier forschen auf der Schmidtenhöhe

 

Und wieder bekam die NABU-Gruppe Koblenz und Umgebung eine Anfrage zweier Wissenschaftler, die im Beweidungsgebiet Schmidtenhöhe ihren Forschungen nachgehen wollen.

Diesmal von Herrn Dr. Jörn Buse (Universität Koblenz-Landau, Institut für Umweltwissenschaften) und Herrn Dr. Carsten Eichberg (Universität Trier, Fachbereich Raum- und Umweltwissenschaften).

Uns, als NABU-Gruppe erfüllt es jedes Mal mit Stolz, wenn solche Anfragen an uns gerichtet werden. Und wir sind immer wieder gerne bereit, solche Forschungsarbeiten und die dahinter stehenden Personen mit den uns gegebenen Möglichkeiten zu unterstützen.

 

Bei einem ersten Treffen, am Mittwoch, dem 30.07.2014 konnten wir (Heinz Strunk, Petra Lübbert und Andreas Haberzettl) die beiden Herren mit dem Gelände und den darin befindlichen Weidetieren vertraut machen. Der Umgang mit Weidetieren auf Forschungsarealen ist Herrn Dr. Buse und Herrn Dr. Eichberg sehr wohl bekannt.

Ihnen geht es bei ihrer Arbeit hauptsächlich um die Hinterlassenschaften der Weidetiere und deren Verbringung in den Boden. Es sollen Fragen zum Beitrag einzelner Dungkäferarten für den Abbauprozess und für die Verbringung von Pflanzensamen beantwortet werden.

So konnte schon in einem der ersten untersuchten Kothaufen eine Käferart (Aphrodius scrutator) nachgewiesen werden, die zum einen auf der Roten Liste der deutschlandweit gefährdeten Arten aufgeführt ist (Kategorie 1 = vom Aussterben bedroht) und zum anderen klimabedingt soweit nördlich in Deutschland noch nie nachgewiesen werden konnte.

Für Besucher des Beweidungsgebietes daher der Hinweis, dass die im Beweidungsgebiet zu sichtenden Personen, sofern sie mit Eimern, Schaufeln und Fotoausrüstung „bewaffnet“ sind, im Dienste der Forschung unterwegs sind.