Die Weinberge rund um Mosel, Mittelrhein und Nahe beherbergen eine bemerkenswerte Vielfalt an seltenen Tieren und Pflanzen. Was auf den ersten Blick wie eine malerische Kulturlandschaft erscheint, ist in Wirklichkeit ein ökologischer Schatz. Strukturen wie Trockenmauern, Terrassen, Magerrasen und Brachen bieten wertvolle Rückzugsräume für spezialisierte Arten, die anderswo längst verschwunden sind – darunter Wildbienen, Eidechsen, seltene Kräuter und der streng geschützte Apollofalter.
Ganz anders sieht es in den meisten heutigen Gärten aus: große Rasenflächen, exotische Ziersträucher, versiegelte Böden oder gar Schottergärten. Solche „Gärten“ sind ökologisch nahezu wertlos. Es fehlt an heimischen Blüten, Nistplätzen, Vielfalt und Struktur, die für die heimische Fauna essenziell wichtig sind.
Ein naturnaher Garten dagegen, mit regionalen, weinbergstypischen Pflanzen und blühenden Wildkräutern, Trockenmauern und offenen Bodenstellen, kann zu einem lebendigen Teil eines wertvollen Lebensraummosaiks werden. Bundesweit ist die Fläche an Gärten fast genauso groß wie die Fläche aller Naturschutzgebiete der Republik. Gärten bieten als „Trittstein-Biotope“ eine wichtige Ergänzung zu den Naturschutzgebieten und können zum Erhalt der Biodiversität beitragen. So ist es in naturnah gestalteten Gärten möglich, typische, aber zugleich seltene Tiere, wie den Segelfalter, die Holzbiene, die Mauereidechse oder die Gottesanbeterin zu beobachten. Diese Erkenntnisse haben mich dazu veranlasst, mein Wissen über die Artenvielfalt der Weinberge und meine Beobachtungen aus meinem heimischen Garten in meinem Buch „Artenvielfalt. Vom Weinberg in den Garten.“ zu kombinieren. Denn nur wenn beispielsweise die Futterpflanzen für die Raupen und zugleich die entsprechenden für die Falter bereitgestellt werden, siedeln sich auch Schmetterlinge im Garten an.
An dieser Stelle setzt das Buch an. Nach einem Überblick über die beeindruckende Artenvielfalt der Mosel-Weinberge wird auf weinbergstypische Pflanzen, die im heimischen Garten mindestens so schön und nützlich sind wie in der freien Natur, eingegangen. Zugleich wird der jeweilige ökologische Nutzen herausgestellt. Ebenfalls werden ausgewählte Tiere der Region vorgestellt, welche sich in einem naturnah gestalteten Garten ansiedeln. Um dies zu veranschaulichen, habe ich ein Jahr lang in den Weinbergen der Region und in meinem Naturgarten entsprechende Fotoaufnahmen gemacht.
Weitere wichtige Themen, wie die Bedeutung von Totholz, Vogeltränken, Nisthilfen oder Entsieglung werden ebenfalls angesprochen. Ich möchte mit diesem Buch Gartenbesitzer ermutigen, sich weg vom ökologisch wenig wertvollen „konventionellen“ Garten hin zum naturnahen Garten zu bewegen — für mehr Leben, mehr Farbe und mehr Verbindung zur Natur.
Artenvielfalt. Vom Weinberg in den Garten.
Erhältlich unter: www.naturgarten-mosel.de

Pünktlich zum bevorstehenden Blütenfest in Güls hat der NABU Koblenz eine ganz besondere Überraschung für die Kinder der KITA Rappelkiste vorbereitet: eine bunte Auswahl an Samenpäckchen, gefüllt mit insektenfreundlichen Blumensamen. 🌸🐝
Die Spende ist Teil eines gemeinsamen Engagements für mehr Artenvielfalt und Umweltbildung bereits im frühen Kindesalter. Die Samentütchen sollen nicht nur die kleinen Gärten der Kinder bereichern, sondern auch ein nachhaltiges Zeichen für umweltfreundliches Schenken und bewussten Umgang mit der Natur setzen.
Gerade zu Anlässen wie dem Blütenfest bietet sich diese einfache, aber wirkungsvolle Idee an: Statt kurzlebiger Geschenke können die Samenpäckchen langfristige Freude bereiten – beim Aussäen, Beobachten des Wachstums und beim Entdecken der ersten Insekten, die sich an den Blüten tummeln. 🐞🌻
Nicht nur der NABU - Koblenz und Umgebung bietet viele Gelegenheiten um tatkräftig an Umwelt- und Naturschutz mitzuwirken. Hier stellen wir euch einige Projekte im Raum Koblenz und Umgebung vor, die nicht selbst von uns geleitet werden.
Selbstverständlich freuen sich die Personen hinter den Projekten genauso über freiwillige Helferinnen und Helfer, die sich für den regionalen Naturschutz interessieren und sich an dessen Umsetzung beteiligen möchten.
Bitte kontaktiert bei Interesse direkt die in den Informationen oder in der PDF aufgeführten Kontaktpersonen, da der NABU - Koblenz und Umgebung nicht direkt an diesen Projekten beteiligt ist.
Die Stadt Koblenz macht Klimaschutz sichtbar! Wenn du z. B. eine Photovoltaikanlage, Dachbegrünung oder Regenwassernutzung umgesetzt hast, teile dein Engagement und inspiriere andere.
Mach mit auf „Koblenz engagiert sich“ – dort kannst du deine Maßnahmen eintragen und auf der Karte sichtbar machen.
Fragen? Schreib an klimaschutz@stadt.koblenz.de. Danke für deinen Einsatz! 🌿

Im Rahmen eines Projektpraktikums an der kath. Familienbildungsstätte Koblenz e.V. / Mehrgenerationenhaus stellen die beiden Pädagogikstudentinnen Michelle Vo und Sarah Unkelbach der Universität Koblenz ein Gartenprojekt vor, an dem jeder mitwirken kann!
Ziel des Projekts ist es den Garten der kath. Familienbildungsstätte Koblenz e.V. / Mehrgenerationenhaus kreativ und nachhaltig umzugestalten. In gemeinsamer Runde wird sich über neue Ideen, Vorschläge, Umsetzungsmöglichkeiten und Materialien ausgetauscht. Spaß und Freude an der Gartenarbeit steht dabei natürlich im Vordergrund.
Wer Lust und Interesse hat dieses Projekt ehrenamtlich zu unterstützen kann sich gerne unter (Tel.) 0261 35679 oder unter [email protected] melden.